Versuchstier des Jahres

Es ist eine traurige Tatsache, die hoffentlich Millionen von Menschen wachrütteln wird.

Jedes Jahr, seit 2003, ernennt der Bundesverband „Menschen für Tierrechte“ das Versuchstier des Jahres. Dies ist in meinen Augen eine gute Aktion und macht Sinn. Leider ist sie mir in diesem Jahr das erste Mal untergekommen und leider ahne ich, dass Menschen, die sich nicht für den Tierschutz einsetzen, nie oder nur selten mit solchen Fakten in Berührung kommen. Zu wenig interessiert noch immer das Thema Tierversuche, auch, wenn seit März 2013 Tierversuche in der Kosmetik verboten sind → eine kleine Chance, das Thema etwas präsenter zu machen und doch merkt man deutlich, wie sehr das Interesse daran wieder abschwillt und verblasst. Zudem sind noch immer zu viele Verbrauche vom Fakt „Tierversuche in Kosmetik verboten“ geblendet und denken, dass für ihre Niveacreme oder ihr AXE-Deo nun keinerlei Tiere mehr leiden müssen. Falsch! Denn 90% dieser Inhaltsstoffe fallen unter das Chemikaliengesetz und dort sind noch immer Tierversuche erlaubt. Aber nun schweife ich vom Thema ab.

Das Versuchstier in diesem Jahr ist der Hund! Stellvertretend durch den Beagle, der für Tierversuche der ideale „Begleiter“ sein soll. Er ist duldsam, robust und verträgt sich gut mit Artgenossen, was die Massentierhaltung in den Versuchslaboren vereinfacht.

Insbesondere für toxikologische Prüfungen wird der Beagle verwendet. Die Prüfung auf toxische, also giftige, Eigenschaften von Produkten und Stoffen ist gesetzlich vorgeschrieben. So müssen Substanzen u. a. auf ihre orale Toxizität geprüft werden, indem die Schädlichkeit bei einmaliger (akuter) und bei längerer (chronischer) Gabe untersucht wird.

Bei letztgenannter Methode erhält das Tier 90 Tage (subchronisch) oder sechs bis zwölf Monate (chronisch) lang die Testsubstanz. Diese Prüfungen müssen sowohl an Nagetieren (Maus oder Ratte) als auch an einem »Nicht-Nager« durchgeführt werden.

Hier wird meist der Hund und bevorzugt die Rasse Beagle eingesetzt. Bei der 90-Tage-Toxizitätsstudie bei wiederholter oraler Verabreichung an Nicht-Nagetieren z. B. wird die Prüfsubstanz täglich über einen Zeitraum von 90 Tagen in verschiedenen Dosen an mehrere (zunächst gesunde) Tier-Gruppen verabreicht.

Die Prüfsubstanz wird den Hunden also täglich mit dem Futter oder mit einem Pillengeber bzw. über eine Magensonde verabreicht. Die Hunde werden während der laufenden Versuche auf Vergiftungssymptome hin untersucht. Zu festgelegten Zeitpunkten werden auch Blutentnahmen durchgeführt. Gestorbene Tiere werden seziert, alle überlebenden Tiere werden nach Abschluss des Prüfungszeitraums getötet und ebenfalls wie die bereits vorzeitig gestorbenen seziert. Die bei der Tierbeobachtung sowie bei der Sektion gefundenen Symptome und Veränderungen werden protokolliert und ausgewertet.

(Quelle: Menschen für Tierrechte)

Ich bin sehr froh und dankbar darüber, dass die Menschheit nun wachgerüttelt wird und der Glaube, es würde noch immer „nur“ an Ratten und Hasen getestet werden, endlich widerlegt werden kann. Heutzutage wird leider irgendwie an jedem Tier getestet. Ob Fisch, Ratte, Katze oder Affe – alle leiden unter der Hand des abartigsten Tieres der Welt, dem Mensch.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu “Versuchstier des Jahres

Möchtest du mitreden?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s