Der teuerste Hund der Welt

Gestern konnte ich mich doch tatsächlich mal wieder dazu aufraffen, Galileo auf Pro7 anzuschauen. In den letzten Jahren hat die Sendung ja, meiner Meinung nach, stark nachgelassen und die Themen und Experimente dort werden nicht nur immer langweiliger, sondern wiederholen oder ähneln sich oft.

Aber gestern ging es um den teuersten Hund der Welt. Erst vorgestern stieß ein Foto eines solchen Hundes bei Facebook zu mir durch. Eine schwarze Tibet Dogge, wenn ich mich recht entsinne, mit weißem Lätzchen und etwas braun im Fell.

Gestern wurden in der Sendung gleich zwei Tibet Doggen vorgestellt. Zum einen die teuerste der Welt, zum anderen wohl die zweitteuerste.

Ganz ehrlich? Ich war schon irgendwie wutentbrannt über Sätze seitens Galileo, wie: Dieser Hund wird sicher nicht im Kochtopf landen, auch wenn es China ist.
Aber noch mehr ärgerte mich der Umgang der Züchter mit ihren Tieren. Speziell wurden ein williger Käufer und ein Verkäufer mit der Kamera begleitet. Die Sendung startete mit einer Hundeausstellung. Prachtvolle Tibet Doggen tummelten sich in den Räumen, wurden in Käfigen zur Schau gestellt. Doch die Spitze des Eisbergs kam dann beim Züchter Zuhause. Die Züchter rühmten sich mit ihren Tieren, gaben Unmengen an Geld für so ein Tier aus und dann werden diese am Ende doch nur in engen Käfigen gehalten. Der einzig menschliche Kontakt ist jeweils der Trainer des Tieres. Tibet Doggen gelten dort als gefährlich. Man sagte, wären sie nicht eingesperrt, würden sie wohl über das Kamerateam und allgemein über jeden herfallen, den sie nicht kennen. Ich fand diese Haltung schrecklich und es kamen tierheimähnliche Bilder in mir hoch. Denn diese Zuchtanstalt glich einem Tierheim voll Tibet Doggen. Kleine Käfige, kaum Auslauf, grüne Landschaften schon gar nicht.

Das i-Tüpfelchen brachte dann der Züchter des teuersten Hundes weltweit mit sich. Sagenhafte 1,5 Millionen Euro kostet seine stolze Tibet Dogge. Doch was hat der Besitzer von seinem Tier? Richtig. Nichts. Sie ist eine reine Trophäe für ihn. Nicht mehr und nicht weniger. Er konnte nicht einmal sein eigenes Tier streicheln, hielt stets einen gewissen Sicherheitsabstand ein. Das Tier ist eben nur auf seinen Trainer geeicht.

Ich verstehe nicht, warum Menschen sagen, diese Hunde würden sofort über einen fremden herfallen. Klar, sie sind super Wachhunde. Dennoch würde ich meinen, wenn man sich von Anfang an gut mit ihnen beschäftigt, würden auch diese Tibet Doggen sanfte Riesen werden.

Vielleicht reagiere ich auch über, aber dieser Beitrag gestern hat mich einfach total aufgeregt. Vorallem eben die Haltung der Hunde in diesen Käfigen. Typisch China, dachte ich mir dabei nur. Entweder fressen sie die Hunde oder sie halten sie wie Trophäen in kleinen Käfigen. Mich wundert nichts mehr..

Was meint ihr dazu?

Hier könnt ihr euch den Beitrag von Galileo noch einmal anschauen.

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3 Kommentare zu “Der teuerste Hund der Welt

  1. Hab s auch gesehen und fand den Bericht mehr als erschreckend. Wie viel man für einen Hund ausgeben will, ist für mich einerlei – muss jeder selbst entscheiden. Aber die Haltungs- und Zuchtbedingungen sind unter aller Sau.

    Wie kann man nach 20 Tagen die Welpen von der Mama trennen?? Und dann diese Käfighaltung 😦

    Tibet-Doggen zählen für mich zu den starken Rassen, heißt sie reagieren auf alles deutlicher als z.B. ein Schäferhund und damit muss man umgehen können. In ihrem Verhalten reagieren sie aber wie jeder andere Hund auch und wer einen Hund auch wie einen Hund behandelt und deren Sprache kennt, muss sich ganz sicher nicht vor ihnen fürchten. Fazit: Wunderschöne Hunde und völlig falsch verstanden…

    • Na freut mich auf jeden Fall, dass ich mit der Meinung nicht allein dastehe und du es genauso siehst.

      Mir tun dann auch die Tiere leid, weil sie unter der Dummheit der Menschen leiden und nicht artgerecht gehalten werden.

      • Bei der Haltung kann man auch keine freundlichen Hunde mehr erwarten – Beißvorfälle etc. sind bei so einer Zwingerhaltung ja leider oft an der Tagesordnung 😦

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